Weihnachtsbräuche in anderen Ländern

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie Weihnachten in anderen Ländern gefeiert wird? Diese Frage wird euch jetzt beantwortet:

In Polen gibt es besondere Rituale (Wigilia) und beim Essen sieht man fast immer die Oplatek-Oblate. Dazu gibt es ein vegetarisches 12-Gänge-Menü mit Fisch, das erst nach dem ersten Stern beginnt. Außerdem ist der Tisch immer für eine Person mehr gedeckt, als es gibt (für unerwartete Gäste). Der Grund dafür ist, dass niemand Josef und der schwangeren Maria Unterschlupf gewähren wollte und man diesen Fehler nicht wiederholen möchte.

In Belgien sind die Weihnachtsbräuche gemischt aus flämischen Traditionen mit Sinterklaas (Nikolaus) am 6. Dezember, der Geschenke bringt, und wallonischen/internationalen Bräuchen wie dem Weihnachtsfest am 25. Dezember, einschließlich Mitternachtsgottesdienst und opulentem Familienessen wie Austern, Wild oder Champagner. Typisch sind auch Weihnachtsmärkte, Schokolade, Lebkuchen (Speculoos), Biskuitrollen (Bûche de Noël) und das Brauen spezieller Winterbiere.

In Griechenland ist Weihnachten geprägt von Kindergesängen (Kalanda) und dem Schmücken von Booten statt Tannenbäumen (Karavakia). Auch das Vertreiben böser Geister durch Feuer (Kalikantzaroi) ist verbreitet, ebenso wie süße Plätzchen, z.B. Melomakarona oder Kourabiedes. Die Geschenkübergabe erfolgt durch den Heiligen Vasilios (Agios Vasilis) am Neujahrstag.

In Spanien gibt es die riesige „El Gordo“-Lotterie, die Mitternachtsmesse (Misa del Gallo) und die Krippen (Belén). Die Hauptbescherung findet oft am Dreikönigstag statt (6. Januar), wenn die Heiligen Drei Könige Geschenke bringen.

Weihnachten in Frankreich ist geprägt von dem großen Festessen (Réveillon) mit Spezialitäten wie Austern, Gänseleberpastete und Truthahn mit Maronen, gefolgt von der Bûche de Noël. Die Weihnachtsgeschenke kommen oft erst am Weihnachtsmorgen von Père Noël.

L.J.