Nach und nach spricht sich herum, dass Frau Laube nach den Sommerferien in Pension geht. Wir haben mit Frau Laube und anderen Lehrern gesprochen. Viele von uns haben viel Spaß mit ihr gehabt und einiges mit ihr erlebt. Eine besondere Eigenschaft von ihr war, dass sie immer, wenn sie unter Stress stand, Kekse gebacken hat.
Das Interview mit Frau Laube:
Wie lange sind Sie schon an der Schule?
Seit dem 28. Januar 1991, also seit 35,5 Jahren.
Wann gehen Sie in Pension?
Am 01.08.2026.
Welche Fächer unterrichten Sie?
Ich unterrichte Deutsch und Katholische Religionslehre.
Was war Ihr schönstes Schulerlebnis?
Als eine Schülerin mir einmal sagte: „Frau Laube, Sie sehen jeden Menschen einzeln, so wie er ist.“
Was werden Sie am meisten vermissen?
Die Schülerinnen, die Kollegen und Kolleginnen, die Gespräche im Unterricht. Die Begegnungswärme! Und sei es nur das Lächeln am Schultor.
Wer war Ihre Lieblingsklasse?
Genau immer die, die ich habe 🙂
Wie hat sich die Schule in der Zeit verändert?
Die Lehrer waren früher strenger. Die Kleidung war offizieller, ich kam an in Jeans und Bluse und Turnschuhen und wurde kritisch beäugt, weil ich kein Kostüm und keinen Hosenanzug anhatte. Die Möglichkeit, die eigene Meinung zu sagen, Kritik zu üben, das ist wesentlich besser geworden. Ich selber bin, glaube ich, strenger geworden 😉
Was hat Sie am meisten geärgert?
Da muss ich lange nachdenken – oh ja, es hat mal eine Klasse gesagt, ich hätte sie belogen, und ich hatte sie nicht belogen. Da war ich sehr verletzt, wir haben uns anschließend damit auseinandergesetzt und viel von einander gelernt.
Was war Ihr peinlichster Moment in der Schule?
Das kann ich genau sagen: Ich habe einmal eine Elternpflegschaftssitzung vergessen. Da haben 40 Leute auf mich gewartet. Die haben sich dann bei der Direktorin über mich beschwert.
Wenn Sie sich nochmal für einen Job entscheiden müssten, würden Sie wieder Lehrerin wählen?
Ja!
Haben Sie manchmal überlegt, die Schule zu wechseln?
Ja, mehrfach, weil ich mich geärgert habe, dass ich nicht befördert wurde. Warum habe ich es nicht getan: Ich habe Bewerbungen geschickt an andere Schulen, und habe die Bewerbung in den Briefkasten geworfen. Dann wollte ich sie wieder herausholen, das ging aber nicht. Also habe ich bei der Schule angerufen, und gesagt, ich will mich doch nicht bewerben.
Und hier einige Stimmen von Schülerinnen und Kollegium:
Wenn ihr an Frau Laube denkt, in welchen drei Wörtern würdet ihr sie beschreiben?
- kreativ (hat oft mit uns Messen vorbereitet)
- geduldig (unsere Klassen sind oft sehr laut und sie bleibt relativ lange entspannt)
- begeisterungsfähig
- Religion
- Freundschaftsarmband
- Schuloma
- Perlen
- Biene
- Rot
- Kirche
Was hat euch an Frau Laube zur Weißglut gebracht?
- Diktate
- mit den Finger zeigen, dass wir uns hinsetzen sollen, statt es zu sagen
Was ist eure schönste/ lustigste Erinnerung an Frau Laube?
- Sie hatte bei jeder Klasse eine andere Idee für Vertretungsuntericht
- Die Nutellakekse
- Besinnungstage und die Freundschaftsarmbänder basteln
Wie fandet ihr den Unterricht von Frau Laube?
- Lang 😉
- Kreativ
- Abwechslungsreich
- Man hat sich immer darauf gefreut
Liebe Frau Laube, wir hatten eine echt schöne Zeit mit Ihnen, Ihr Unterricht hat immer sehr viel Spaß gemacht. Wir werden Sie sehr vermissen und wünschen Ihnen noch eine schöne Zeit im Ruhestand.
Ihre LFS-Welt-Redaktion
