Rassismus ist ein Thema, das leider bis heute eine große Rolle spielt. Laut der Bundeszentralen für politische Bildung (bpb) bedeutet Rassismus, dass die Menschen wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe oder anderer äußerlicher Merkmale vernachlässigt oder schlechter behandelt werden. Obwohl die Wissenschaft längst bewiesen hat, dass es keine biologischen „Menschenrassen“ gibt, gibt es Rassistische Vorurteile heute noch.

Die Wurzel des Rassismus reichen bis in die Zeit des Kolonialismus zurück. Wie die bpb erklärt, eroberten europäische Länder ab 15. Jahrhundert viele Gebiete in Afrika, Amerika und Asien. Um die Ausbeutung und Versklavung der dort lebenden Menschen zu rechtfertigen, behaupteten sie, diese seien weniger wert. Im 18. und 19. Jahrhundert versuchten einige Wissenschaftler sogar Menschen nach ihrer Hautfarbe und ihrem Aussehen in verschiedene „Rassen“ einzuteilen. Heute weiß man jedoch, dass diese Einteilungen wissenschaftlich falsch sind.

Laut der bpb entstand der begriff „Rassismus“ erst Anfang der 1930er Jahren. Die Vorwürfe und Ideen, die dahinterstecken, gab es aber schon viel früher. Besonders schlimm wurden die Folgen für die Diskriminierten während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Die Nationalsozialisten glaubten an die „arische Rasse“ und verfolgten und ermordeten Millionen von Menschen, vor allem Juden, Sinti und Roma. Das Deutsche Historische Museum (DHM) beschreibt diese Zeit als eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Zeit.

Rassismus ist leider in vielen Ländern verbreitet und ist heute noch ein großes Problem. In den USA hat die Diskriminierung von Schwarzen eine lange Geschichte, die bis zur Sklaverei zurückreicht. Laut der bpb machte die Bewegung Black Lives Matter auf Rassismus und Polizei Gewalt aufmerksam. In China berichten Organisationen wie Amnesty International, dass die muslimische Minderheit der Uiguren in der Region Xinjiang unterdrückt wird. Auch in Australien leiden viele Angehörige der Aborigines, der Indigenen Bevölkerung, laut der Australian Human rights commission bis heute unter den Folgen von Benachteiligung und Ausgrenzung.

In Deutschland schützt das Grundgesetz alle Menschen vor Diskriminierung. In Artikel 3 steht, dass niemand wegen seiner Herkunft, Abstammung Sprache oder seines Glaubens benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Trotzdem gibt es heute noch rassistische Vorfälle. Deshalb ist es wichtig, Vorurteile zu hinterfragen und Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Aussehen mit Respekt zu behandeln. Nur so kann eine Gesellschaft entstehen, in der sich alle Menschen gleichberechtigt und akzeptiert fühlen.

Quelle: bpb. Beim jährlichen Barbecue auf der Plantage von F.M. Gay – seinerzeit ein gesellschaftliches Ereignis in Alabama – wurden Schwarze und Weiße durch eine Mauer getrennt (ca. 1935). (© picture-alliance, Everett Collection)