Zum 46. Mal fuhr im März 2025 eine Gruppe von Schülerinnen der LFS sowie Schülerinnen und einem Schüler des KFGs für 10 Tage auf einen eindrucksvollen und spannenden Austausch mit dem Collège-Lycée Saint Joseph in der kleinen, aber schönen Stadt, Ancenis. Ancenis liegt in Frankreich, in der Bretagne. Begleitet wurden wir von Frau Hilker-Schaefer und Frau Stratmann.

Nachdem wir früh morgens von einem Reisebus am Hofgarten abgeholt wurden, waren wir knapp 12 Stunden unterwegs. Im Bus wurde viel gelacht und die Stimmung war sehr gut, weshalb die Zeit erstaunlich schnell vorbei ging. Gegen 19 Uhr kamen wir dann an der Schule in Ancenis an, wo uns unsere Austauschschülerinnen und -schüler mit ihren Familien empfingen. Bei unseren Gastfamilien angekommen, wurde uns kurz das Haus gezeigt und dann natürlich auch unsere Zimmer. Da wir sehr müde von der Fahrt waren, ging der Abend nach einem gemeinsamen Abendessen mit der Familie relativ schnell zu Ende.

Da viele unserer Gastfamilien außerhalb von Ancenis wohnen, fuhren die meisten jeden Tag mit den Schulbussen hin- und wieder zurück. Leider fahren die Busse nicht so schnell, weshalb die Fahrt für Viele über eine Stunde dauerte, obwohl man mit dem Auto nur ca. 20 Minuten braucht. Während wir unter der Woche jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm hatten, waren unsere Austauschschülerinnen und -schüler ganz normal in ihrem Unterricht. Am Tag nach unserer Ankunft haben wir uns morgens in der Schule vor der Schulkapelle getroffen und wurden dann vom Vertreter des Bürgermeisters im Rathaus empfangen. Danach haben wir Ancenis mit einer Stadtrallye erkundet. Es ist eine alte Stadt an der Loire mit vielen Straßen und Gassen. Obwohl es eine kleine Stadt ist, gibt es dort trotzdem ein altes Schloss und eine schöne Stadtmitte mit einem wöchentlichen Markt und gemütlichen Cafés.

In den nächsten Tagen haben wir uns noch andere Städte angeschaut, wie z.B. Nantes. Nantes ist eine große Stadt, auch an der Loire, in der uns ein bisschen Zeit gegeben wurde, die Stadt in kleineren Gruppen alleine zu erkunden und shoppen zu gehen. Sie ist sehr eindrucksvoll durch ihre großen, alten und wunderschönen Häuser und die Kathedrale.

An einem Tag fuhren wir an die wilde Atlantikküste und besichtigten dort in Guérande Salzfelder.

Besonders beeindruckend war die Stadt Angers mit ihrer Tapisserie. Dort konnten wir den längsten und ältesten erhaltenen Wandteppich zum Thema „Apocalypse“ besichtigen. Er ist 103 Meter lang und hat eine Fläche von 700 Quadratmetern.

Am Wochenende hatte jeder ein individuelles Programm mit seiner Gastfamilie. Beispielsweise haben Einige von uns Städte besichtigt und Andere sind sogar ans Meer gefahren.

In den restlichen Tagen, bevor wir unsere Rückfahrt antraten, haben wir auch einmal einen Blick in den französischen Unterricht geworfen. Dafür wurden wir in kleinere Gruppen unterteilt und in ganz verschiedene Jahrgänge gesetzt. Vor allem die jüngeren Kinder fanden uns sehr interessant und haben immer wieder versucht uns Fragen zu stellen. Wenn auch mit ein paar Kommunikationsproblemen hat es im Endeffekt immer irgendwie geklappt. Außerdem durften wir an einem Tag in der Schulküche Crêpes machen, die wir anschließend mit unseren Austauschschülerinnen und -schülern gegessen haben.

Am Tag unserer Abreise haben wir uns von unseren Familien verabschiedet und sind wieder mit einem Reisebus morgens von der Schule aus zurück nach Bonn gefahren. Einerseits waren wir traurig, dass die Zeit in Ancenis vorbei war, andererseits waren wir auch froh, wieder zu Hause zu sein.

Es war für uns alle eine besondere Erfahrung, in einer anderen Familie zu wohnen und dies auch noch in einer anderen Kultur. Die langen Ausflüge waren erlebnisreich und wir haben viele unterschiedliche Eindrücke gewonnen. Dieses Erlebnis wird keine von uns so schnell vergessen.

Mathilde B.